Bahá’í-Lehren

Versenkt euch in das Meer Meiner Worte, damit ihr seine Geheimnisse ergründet und alle Perlen der Weisheit entdecket, die in seinen Tiefen verborgen liegen.

Bahá’u’lláh

Was Bahá'i glauben

Bahá’u’lláh lehrte die Einheit Gottes und der Religion, die Einheit der Menschheit und Vorurteilsfreiheit, den angeborenen Adel des Menschen, die fortschreitende Offenbarung religiöser Wahrheit, die Entwicklung geistiger Eigenschaften und die Verbundenheit von Andacht und Dienst.

Die Bahá’í-Schriften sprechen auch die Gleichstellung der Geschlechter an, den Einklang von Religion und Wissenschaft, die Notwendigkeit, extremen Reichtum und extreme Armut zu beseitigen.

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Der Báb

Herold des Bahá’í-Glaubens

Dieses Jahr feiert die Bahá'í-Gemeinde in Österreich und auf der ganzen Welt mit Freunden, Bekannten und Mitgestaltern den 200. Jahrestag der Geburt des Báb im Jahre 1819. 

Der Bahá’í-Glaube hat seine Wurzeln in Persien. Mitte des 19. Jahrhunderts, als für die Länder Europas und Nordamerikas eine Periode beispielloser technologischer, materieller und politischer Weiterentwicklung begann, war dieses einstmals glorreiche Land in politischem und religiösem Verfall versunken.

1844 verkündete in Shiraz in Persien ein junger Kaufmann, Siyyid ‚Alí-Muhammad, der Sich selbst als der Báb (das Tor) bezeichnete, dass Er der Träger einer neuen Offenbarung Gottes sei. Der Báb rief die Menschen auf, selbst nach der Wahrheit zu suchen und sich vorzubereiten auf das Kommen von „Ihm, den Gott offenbaren wird“ – einem weiteren Göttlichen Boten, größer als Er selbst, der bald erscheinen werde, um weltweit die Menschheit zu Gerechtigkeit, Einheit und Frieden zu führen.

Bahá’u’lláh

Der Göttliche Erzieher für den heutigen Tag

Bahá’u’lláh, „ die Herrlichkeit Gottes“, ist der vom Báb und von den Göttlichen Manifestationen der Vergangenheit angekündigte Verheißene. Seine Lehren beteuern die ewige Verbindung der Menschheit mit dem Göttlichen und vermitteln eine Vision von der Zukunft, die Millionen Menschen jeglicher Herkunft aus allen Teilen des Planeten und allen Lebensbereichen inspiriert hat.

In Seinen Schriften entwirft Bahá’u’lláh das Rahmenwerk für die Entwicklung einer fortschreitenden Kultur, die sowohl die geistige wie auch die materielle Dimension menschlichen Lebens mit einbezieht. Er bietet die Vision von einer Welt, in der die Anerkennung von der Einheit der Menschheit schließlich dauerhaft zu Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen führt.

„Mein einziges Ziel ist die Besserung der Welt und die Ruhe ihrer Völker“, schrieb Bahá’u’lláh. Für dieses edle Ziel erduldete Er ein Leben der Verfolgung, Inhaftierung, Folter und des Exils.

Die Wirklichkeit Gottes

Ein liebender Schöpfer

Die Bahá’í-Schriften erklären, dass die Wirklichkeit Gottes als Schöpfer des Universum und allen Seins jenseits des Verständnisvermögens eines sterblichen Verstandes liegt – obwohl wir die Anzeichen göttlicher Attribute in jedem erschaffenen Ding finden und obwohl wir Hinweise auf Gott in der Schönheit, Fülle und Vielfalt der Natur erkennen können. Gott ist grenzenlos, unendlich und allmächtig. Gott ist allwissend, allbarmherzig und allliebend. Gott ist eins.

Obwohl das eigentliche Wesen Gottes uns verborgen bleibt, besteht der Sinn unseres Lebens darin, Ihn zu erkennen, Ihn zu leiben und Ihm näher zu kommen. Wir können dies tun, indem wir uns bemühen,m Attribute Gottes wie Liebe, Mitgefühl, Freigebigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit anzustreben - sowohl in unserem inneren Leben als auch in unserem äußeren Tun.

Eine Menschheitsfamilie​

Einheit in der Vielfalt​

Die Überzeugung, dass wir einer einzigen Menschheitsfamilie angehören, bildet den Kern des Bahá’í-Glaubens. Der Grundsatz der Einheit der Menschheit ist der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen.

Keine ethnische oder kulturelle Gruppe ist anderen überlegen. Alle erhalten Gottes Liebe gleichermaßen. Die Erkenntnis der Biologie und der Sozialwissenschaften, dass es nur eine menschliche „Rasse“ gibt, entzieht jedem Vorurteil das Fundament. Jeder Einzelne, gleich welcher Herkunft, kann zur Besserung der Welt beitragen.

Einheit der Religion​

Ein göttlicher Ursprung​

Die Religionen der Welt wurden durch aufeinanderfolgende Manifestationen Gottes gestiftet. Jede Religion hat ihren Ursprung in Gott und ist dem Zeitgeist und Ort ihrer Offenbarung angemessen. Im Kern ist die Religion Gottes eine, die sich nach und nach entfaltet.

Religionen haben die Kraft, auf allen Gebieten menschlichen Strebens zu atemberaubenden Errungenschaften zu inspirieren und in ihren Anhängern außerordentliche Eigenschaften wie Heldentum, Selbstaufopferung und Selbstdisziplin hervorzurufen. Religionen bringen universelle Gesetzbücher und institutionelle Systeme hervor, die es den Menschen erlauben, in immer größeren und komplexeren Gesellschaften zusammenzuleben.

Die ewige Reise der Seele

Die geistige Natur des Menschen

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

Gleichwertigkeit von Mann und Frau

Eine Vorbedingung für den Aufbau einer geeinten Welt besteht darin, die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Es gibt keine moralischen, praktischen oder biologischen Gründe, die ein Leugnen der Gleichstellung der Geschlechter rechtfertigen könnten. Vorurteile aufgrund des Geschlechts sind ein Unrecht an Frauen. Sie fördern bei Männern und Frauen schädliche Einstellungen und Gewohnheiten, die von der Familie zum Arbeitsplatz, in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben, und letztendlich in die Beziehung zwischen Ländern getragen werden. 

"Eine Lehre Bahá'u'lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll." - Abdu'l-Bahá

Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft

Zu den grundlegendsten Prinzipien des Bahá'í-Glaubens zählt das Prinzip der Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft. Die Bahá'í-Lehren stellen fest, dass es im Grunde nur eine gemeinsame Religion gibt, die im Einklang mit der gesellschaftlichen Evolution von Zeitalter zu Zeitalter erneuert wird. Gleichzeitig hat sich die Wissenschaft als ein weiteres, zusammenhängendes Erkenntnissystem gebildet, das sich im Lauf von Jahrhunderten und Jahrtausenden stetig weiterentwickelt hat. Zusammen formen Wissenschaft und Religion das duale Erkenntnissystem, das unsere Zivilisation und Kultur vorantreibt.

Die Bahá'í glauben, dass Religion und Wissenschaft zwei Erkenntnissysteme sind, die sich gegenseitig bei den Anstrengungen ergänzen, einen sinnstiftenden gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Auch sind diese zwei Systeme vor allem gemeinsam in der Lage, viele der belastenden Probleme, die die Menschheit quälen, zu lösen.

Fortschreitende Gottesoffenbarung

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

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Der Báb

Herold des Bahá’í-Glaubens

Dieses Jahr feiert die Bahá'í-Gemeinde in Österreich und auf der ganzen Welt mit Freunden, Bekannten und Mitgestaltern den 200. Jahrestag der Geburt des Báb im Jahre 1819. 

Der Bahá’í-Glaube hat seine Wurzeln in Persien. Mitte des 19. Jahrhunderts, als für die Länder Europas und Nordamerikas eine Periode beispielloser technologischer, materieller und politischer Weiterentwicklung begann, war dieses einstmals glorreiche Land in politischem und religiösem Verfall versunken.

1844 verkündete in Shiraz in Persien ein junger Kaufmann, Siyyid ‚Alí-Muhammad, der Sich selbst als der Báb (das Tor) bezeichnete, dass Er der Träger einer neuen Offenbarung Gottes sei. Der Báb rief die Menschen auf, selbst nach der Wahrheit zu suchen und sich vorzubereiten auf das Kommen von „Ihm, den Gott offenbaren wird“ – einem weiteren Göttlichen Boten, größer als Er selbst, der bald erscheinen werde, um weltweit die Menschheit zu Gerechtigkeit, Einheit und Frieden zu führen.

Bahá’u’lláh

Der Göttliche Erzieher für den heutigen Tag

Bahá’u’lláh, „ die Herrlichkeit Gottes“, ist der vom Báb und von den Göttlichen Manifestationen der Vergangenheit angekündigte Verheißene. Seine Lehren beteuern die ewige Verbindung der Menschheit mit dem Göttlichen und vermitteln eine Vision von der Zukunft, die Millionen Menschen jeglicher Herkunft aus allen Teilen des Planeten und allen Lebensbereichen inspiriert hat.

In Seinen Schriften entwirft Bahá’u’lláh das Rahmenwerk für die Entwicklung einer fortschreitenden Kultur, die sowohl die geistige wie auch die materielle Dimension menschlichen Lebens mit einbezieht. Er bietet die Vision von einer Welt, in der die Anerkennung von der Einheit der Menschheit schließlich dauerhaft zu Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen führt.

„Mein einziges Ziel ist die Besserung der Welt und die Ruhe ihrer Völker“, schrieb Bahá’u’lláh. Für dieses edle Ziel erduldete Er ein Leben der Verfolgung, Inhaftierung, Folter und des Exils.

Die Wirklichkeit Gottes

Ein liebender Schöpfer

Die Bahá’í-Schriften erklären, dass die Wirklichkeit Gottes als Schöpfer des Universum und allen Seins jenseits des Verständnisvermögens eines sterblichen Verstandes liegt – obwohl wir die Anzeichen göttlicher Attribute in jedem erschaffenen Ding finden und obwohl wir Hinweise auf Gott in der Schönheit, Fülle und Vielfalt der Natur erkennen können. Gott ist grenzenlos, unendlich und allmächtig. Gott ist allwissend, allbarmherzig und allliebend. Gott ist eins.

Obwohl das eigentliche Wesen Gottes uns verborgen bleibt, besteht der Sinn unseres Lebens darin, Ihn zu erkennen, Ihn zu leiben und Ihm näher zu kommen. Wir können dies tun, indem wir uns bemühen,m Attribute Gottes wie Liebe, Mitgefühl, Freigebigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit anzustreben - sowohl in unserem inneren Leben als auch in unserem äußeren Tun.

Eine Menschheitsfamilie​

Einheit in der Vielfalt​

Die Überzeugung, dass wir einer einzigen Menschheitsfamilie angehören, bildet den Kern des Bahá’í-Glaubens. Der Grundsatz der Einheit der Menschheit ist der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen.

Keine ethnische oder kulturelle Gruppe ist anderen überlegen. Alle erhalten Gottes Liebe gleichermaßen. Die Erkenntnis der Biologie und der Sozialwissenschaften, dass es nur eine menschliche „Rasse“ gibt, entzieht jedem Vorurteil das Fundament. Jeder Einzelne, gleich welcher Herkunft, kann zur Besserung der Welt beitragen.

Einheit der Religion​

Ein göttlicher Ursprung​

Die Religionen der Welt wurden durch aufeinanderfolgende Manifestationen Gottes gestiftet. Jede Religion hat ihren Ursprung in Gott und ist dem Zeitgeist und Ort ihrer Offenbarung angemessen. Im Kern ist die Religion Gottes eine, die sich nach und nach entfaltet.

Religionen haben die Kraft, auf allen Gebieten menschlichen Strebens zu atemberaubenden Errungenschaften zu inspirieren und in ihren Anhängern außerordentliche Eigenschaften wie Heldentum, Selbstaufopferung und Selbstdisziplin hervorzurufen. Religionen bringen universelle Gesetzbücher und institutionelles Systeme hervor, die es den Menschen erlauben, in immer größeren und komplexeren Gesellschaften zusammenzuleben.

Die ewige Reise der Seele

Die geistige Natur des Menschen

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

Gleichwertigkeit von Mann und Frau

Eine Vorbedingung für den Aufbau einer geeinten Welt besteht darin, die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Es gibt keine moralischen, praktischen oder biologischen Gründe, die ein Leugnen der Gleichstellung der Geschlechter rechtfertigen könnten. Vorurteile aufgrund des Geschlechts sind ein Unrecht an Frauen. Sie fördern bei Männern und Frauen schädliche Einstellungen und Gewohnheiten, die von der Familie zum Arbeitsplatz, in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben, und letztendlich in die Beziehung zwischen Ländern getragen werden. 

"Eine Lehre Bahá'u'lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll." - Abdu'l-Bahá

Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft

Zu den grundlegendsten Prinzipien des Bahá'í-Glaubens zählt das Prinzip der Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft. Die Bahá'í-Lehren stellen fest, dass es im Grunde nur eine gemeinsame Religion gibt, die im Einklang mit der gesellschaftlichen Evolution von Zeitalter zu Zeitalter erneuert wird. Gleichzeitig hat sich die Wissenschaft als ein weiteres, zusammenhängendes Erkenntnissystem gebildet, das sich im Lauf von Jahrhunderten und Jahrtausenden stetig weiterentwickelt hat. Zusammen formen Wissenschaft und Religion das duale Erkenntnissystem, das unsere Zivilisation und Kultur vorantreibt.

Die Bahá'í glauben, dass Religion und Wissenschaft zwei Erkenntnissysteme sind, die sich gegenseitig bei den Anstrengungen ergänzen, einen sinnstiftenden gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Auch sind diese zwei Systeme vor allem gemeinsam in der Lage, viele der belastenden Probleme, die die Menschheit quälen, zu lösen.

Fortschreitende Gottesoffenbarung

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

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Der Báb

Herold des Bahá’í-Glaubens

Dieses Jahr feiert die Bahá'í-Gemeinde in Österreich und auf der ganzen Welt mit Freunden, Bekannten und Mitgestaltern den 200. Jahrestag der Geburt des Báb im Jahre 1819. 

Der Bahá’í-Glaube hat seine Wurzeln in Persien. Mitte des 19. Jahrhunderts, als für die Länder Europas und Nordamerikas eine Periode beispielloser technologischer, materieller und politischer Weiterentwicklung begann, war dieses einstmals glorreiche Land in politischem und religiösem Verfall versunken.

1844 verkündete in Shiraz in Persien ein junger Kaufmann, Siyyid ‚Alí-Muhammad, der Sich selbst als der Báb (das Tor) bezeichnete, dass Er der Träger einer neuen Offenbarung Gottes sei. Der Báb rief die Menschen auf, selbst nach der Wahrheit zu suchen und sich vorzubereiten auf das Kommen von „Ihm, den Gott offenbaren wird“ – einem weiteren Göttlichen Boten, größer als Er selbst, der bald erscheinen werde, um weltweit die Menschheit zu Gerechtigkeit, Einheit und Frieden zu führen.

Bahá’u’lláh

Der Göttliche Erzieher für den heutigen Tag

Bahá’u’lláh, „ die Herrlichkeit Gottes“, ist der vom Báb und von den Göttlichen Manifestationen der Vergangenheit angekündigte Verheißene. Seine Lehren beteuern die ewige Verbindung der Menschheit mit dem Göttlichen und vermitteln eine Vision von der Zukunft, die Millionen Menschen jeglicher Herkunft aus allen Teilen des Planeten und allen Lebensbereichen inspiriert hat.

In Seinen Schriften entwirft Bahá’u’lláh das Rahmenwerk für die Entwicklung einer fortschreitenden Kultur, die sowohl die geistige wie auch die materielle Dimension menschlichen Lebens mit einbezieht. Er bietet die Vision von einer Welt, in der die Anerkennung von der Einheit der Menschheit schließlich dauerhaft zu Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen führt.

„Mein einziges Ziel ist die Besserung der Welt und die Ruhe ihrer Völker“, schrieb Bahá’u’lláh. Für dieses edle Ziel erduldete Er ein Leben der Verfolgung, Inhaftierung, Folter und des Exils.

Die Wirklichkeit Gottes

Ein liebender Schöpfer

Die Bahá’í-Schriften erklären, dass die Wirklichkeit Gottes als Schöpfer des Universum und allen Seins jenseits des Verständnisvermögens eines sterblichen Verstandes liegt – obwohl wir die Anzeichen göttlicher Attribute in jedem erschaffenen Ding finden und obwohl wir Hinweise auf Gott in der Schönheit, Fülle und Vielfalt der Natur erkennen können. Gott ist grenzenlos, unendlich und allmächtig. Gott ist allwissend, allbarmherzig und allliebend. Gott ist eins.

Obwohl das eigentliche Wesen Gottes uns verborgen bleibt, besteht der Sinn unseres Lebens darin, Ihn zu erkennen, Ihn zu leiben und Ihm näher zu kommen. Wir können dies tun, indem wir uns bemühen,m Attribute Gottes wie Liebe, Mitgefühl, Freigebigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit anzustreben - sowohl in unserem inneren Leben als auch in unserem äußeren Tun.

Eine Menschheitsfamilie​

Einheit in der Vielfalt​

Die Überzeugung, dass wir einer einzigen Menschheitsfamilie angehören, bildet den Kern des Bahá’í-Glaubens. Der Grundsatz der Einheit der Menschheit ist der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen.

Keine ethnische oder kulturelle Gruppe ist anderen überlegen. Alle erhalten Gottes Liebe gleichermaßen. Die Erkenntnis der Biologie und der Sozialwissenschaften, dass es nur eine menschliche „Rasse“ gibt, entzieht jedem Vorurteil das Fundament. Jeder Einzelne, gleich welcher Herkunft, kann zur Besserung der Welt beitragen.

Einheit der Religion​

Ein göttlicher Ursprung​

Die Religionen der Welt wurden durch aufeinanderfolgende Manifestationen Gottes gestiftet. Jede Religion hat ihren Ursprung in Gott und ist dem Zeitgeist und Ort ihrer Offenbarung angemessen. Im Kern ist die Religion Gottes eine, die sich nach und nach entfaltet.

Religionen haben die Kraft, auf allen Gebieten menschlichen Strebens zu atemberaubenden Errungenschaften zu inspirieren und in ihren Anhängern außerordentliche Eigenschaften wie Heldentum, Selbstaufopferung und Selbstdisziplin hervorzurufen. Religionen bringen universelle Gesetzbücher und institutionelles Systeme hervor, die es den Menschen erlauben, in immer größeren und komplexeren Gesellschaften zusammenzuleben.

Die ewige Reise der Seele

Die geistige Natur des Menschen

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

Gleichwertigkeit von Mann und Frau

Eine Vorbedingung für den Aufbau einer geeinten Welt besteht darin, die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Es gibt keine moralischen, praktischen oder biologischen Gründe, die ein Leugnen der Gleichstellung der Geschlechter rechtfertigen könnten. Vorurteile aufgrund des Geschlechts sind ein Unrecht an Frauen. Sie fördern bei Männern und Frauen schädliche Einstellungen und Gewohnheiten, die von der Familie zum Arbeitsplatz, in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben, und letztendlich in die Beziehung zwischen Ländern getragen werden. 

"Eine Lehre Bahá'u'lláhs ist ferner die Wesensgleichheit von Frauen und Männern. Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich. Erst wenn die Frauenwelt der Männerwelt im Erwerb von Tugenden und Vollkommenheiten gleichkommt, sind Erfolg und Gedeihen so erreichbar, wie es sein soll." - Abdu'l-Bahá

Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft

Zu den grundlegendsten Prinzipien des Bahá'í-Glaubens zählt das Prinzip der Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft. Die Bahá'í-Lehren stellen fest, dass es im Grunde nur eine gemeinsame Religion gibt, die im Einklang mit der gesellschaftlichen Evolution von Zeitalter zu Zeitalter erneuert wird. Gleichzeitig hat sich die Wissenschaft als ein weiteres, zusammenhängendes Erkenntnissystem gebildet, das sich im Lauf von Jahrhunderten und Jahrtausenden stetig weiterentwickelt hat. Zusammen formen Wissenschaft und Religion das duale Erkenntnissystem, das unsere Zivilisation und Kultur vorantreibt.

Die Bahá'í glauben, dass Religion und Wissenschaft zwei Erkenntnissysteme sind, die sich gegenseitig bei den Anstrengungen ergänzen, einen sinnstiftenden gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Auch sind diese zwei Systeme vor allem gemeinsam in der Lage, viele der belastenden Probleme, die die Menschheit quälen, zu lösen.

Fortschreitende Gottesoffenbarung

Wenn wir Gott mit der unnahbaren, strahlenden Sonne vergleichen, dann sind die Manifestationen Gottes wie Spiegel, die in vollkommener Weise Gottes Licht auch die Menschen erstrahlen lassen. 

Unser Wissen über Gott und die geistigen, intellektuellen und ethisch-moralischen Eigenschaften des Menschen sind durch diese Manifestationen Gottes ausgebildet worden. Diese Göttlichen Erzieher erscheinen in der Welt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mit Lehren, die für die Entwicklung der Völker an diesem Ort und zu dieser Zeit unabdingbar sind. 

Dieser Prozess, in dem die Manifestationen Gottes ununterbrochen die notwendige Führung für die gesellschaftliche und spirituelle Evolution der Menschheit bereitgestellt haben, ist als "fortschreitende Gottesoffenbarung" bekannt. Bahá'u'lláh hat ausdrücklich festgestellt, dass nach Ablauf von mindestens tausend Jahren eine weitere Manifestation Gottes erscheinen wird.

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